Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft, ein leidiger aber zumeist typischer Begleiter in den kommenden 9 Monaten. Die hormonelle Umstellung bringt viele  körperliche Veränderungen mit sich. Unter anderem, dass die glatte Muskulatur im Verdauungstrakt durch das Hormon Progesteron schlaffer wird.

Progesteron sorgt dafür, dass sich die Muskulatur entspannt, um sich ausdehnen zu können während das Baby wächst. Eigentlich ja eine schlaue Einrichtung der Natur, es betrifft aber  auch den Schließmuskel, der normalerweise den Übergang vom Magen in die Speiseröhre abdichtet. Durch den beeinträchtigten Verschlussmechanismus kann die Magensäure leichter nach oben steigen. Weitere Gründe hierfür können eine allmähliche Vergrößerung der Gebärmutter sein, die auf den Magen drückt, oder auch falsche Essgewohnheiten. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten und geben einige Tipps wie man Sodbrennen in der Schwangerschaft entgegen wirken kann.

Symptome- was passiert überhaupt bei Sodbrennen?

Saures Aufstoßen und ein brennender Schmerz in der Speiseröhre sind typische Reflux-Symptome. Sie werden ausgelöst, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. Sobald die Lebensqualität durch eine andauernde Säurebelastung der Speiseröhre eingeschränkt und zur dauernden Belastung wird, sollte man dringend etwas unternehmen. Die aggressive Magensäure kann auf Dauer das Gewebe angreifen und unangenehme Beschwerden auslösen.

Aber was passiert bei Sodbrennen eigentlich in unserem Verdauungstrakt? Wir benötigen die Magensäure unter anderem für unseren Verdauungsprozess. Im Magen hilft die Magensäure dabei, den Nahrungsbrei so aufzubereiten, dass die enthaltenen Nährstoffe gut aufgenommen und verteilt werden können. Außerdem tötet die 0,5%ige Salzsäure schädliche Bakterien ab, die wir manchmal mit unserer Nahrung aufnehmen. Die  Magenwand ist mit einer Schutzschicht versehen, der Magenschleimhaut, so dass die Säure kein Gewebe zerstören kann. Der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre hinauf gelangen kann. Fließt  aber nun  doch Magensäure aus den unterschiedlichsten Gründen in die Speiseröhre, wird dort die Schleimhaut gereizt.

Generell ist Sodbrennen in der Schwangerschaft vollkommen ungefährlich und mit den richtigen Hausmitteln schnell in den Griff zu bekommen. Die meisten Magensäurehemmer sind in der Schwangerschaft nicht erlaubt und können auch Nebenwirkungen unabhängig von dem Ungeborenen mit sich bringen.

Tipps und Hausmittel- worauf müssen sie achten?

  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen, denn nach einem üppigen Menü ist die Belastung besonders groß.
  • Öfters fettarm essen, denn leicht Verdauliches belastet den Magen nicht so sehr.
  • Auf Süßigkeiten, Kaffee, Tee und Fruchtsäfte möglichst verzichten, denn sie säuern.
  • In etwas aufgerichteter Position schlafen, so kann die Säure nicht so leicht aufsteigen.
  • Vor dem Essen ein bis zwei Schlucke warmes Wasser trinken, das hilft dem Magen bei der anschließenden Verdauungsarbeit.

Dass sollte man essen oder trinken um dem Sodbrennen entgegenzuwirken:

  • Zitronenwasser trinken oder Kamillentee. Etwas Milch soll auch neutralisieren.
  • Ein Teelöffel Senf nach dem Essen. Das ist sehr wirksam, warum, ist jedoch noch unklar.
  • Drei bis vier Haselnüsse, zu einem feinen Brei zerkaut und dann geschluckt, dämpfen das Brennen.
  • Trockene Haferflocken kauen.
  • Eine halbe gekochte Kartoffel, eine rohe Karotte oder einen säurearmen Apfel langsam kauen, das neutralisiert die Säure.
  • Robinia comp. Globuli velati 20g N1 (Wala-Heilmittel): stündlich fünf Kügelchen nehmen, bis es besser wird
  • Heilerde-Kapseln aus dem Reformhaus, oder einen Teelöffel Pulver in einem Glas Wasser trinken, maximal zweimal pro Tag.
  • Natron (Drogerie oder Apotheke) Tabletten in Wasser auflösen und trinken oder Alkala Pulver

Wie kann man Sodbrennen in der Schwangerschaft vorbeugen?

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Damit Sie Ihren Magen während der Schwangerschaft so gut wie möglich schonen, sollten Sie beim Essen auf einige Dinge Rücksicht. Bestimmte Lebensmittel und Getränke können Sodbrennen fördern. Folgende Dinge sollten Sie beim Essen beachten- essen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten als wenige große. Die Speisen sollten außerdem nicht zu fettig oder zu scharf gewürzt sein. Kohlensäurehaltige Getränke können ebenfalls zu Sodbrennen führen, da sie ihrem Körper damit zusätzlich Säure zuführen. Entscheiden Sie sich  lieber für zuckerarme Saftschorlen, stilles Wasser oder Tee. Auch Kaffee kann den Magen belasten und Säure fördern, davon sollten Sie jedoch  in der Schwangerschaft ohnehin nicht zu viel trinken. Zuviel Koffein ist ungesund für das Kind. Essen Sie abends nicht zu spät und  lassen Sie zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen ausreichend Zeit verstreichen, gerade in der Liegeposition kann die Magensäure sonst all zu leicht hoch steigen.

Einige Lebensmittel lösen eher Sodbrennen aus als andere. Zu den Säureblockern zählen z.B. Süßigkeiten, Erdnüsse, Kaffee, Alkohol (den man nun sowieso nicht trinken darf) und manche Obstsorten.

 

 

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Categories: Symptom Ratgeber

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