Jod in der Schwangerschaft

Jod in der Schwangerschaft

Jod ist ein essentielles Spurenelement, das für viele wichtige Stoffwechselprozesse im Körper benötigt wird. Der Körper kann es nicht selbst produzieren und muss deshalb täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Jod in der Schwangerschaft ist besonders bei der geistigen und körperlichen Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung.

Welche Aufgaben hat Jod im Körper?

Jod ist ein lebenswichtiger Mikronährstoff  und wird hauptsächlich für Funktion der Schilddrüse benötigt, wo etwa 80% des Spurenelements verbraucht werden. Wenn wir es über die Nahrung aufgenommen haben, gelangt es über den Magen- Darm-Trakt ins Blut und wird weiter zur Schilddrüse transportiert. Dort wird es gespeichert und zur Bildung von Schilddrüsenhormonen verwendet.

Die Schilddrüsenhormone und somit auch das Jod, sind auch an weiteren verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Sie regeln beispielsweise die Verdauung, Körpertemperatur, Konzentrationsfähigkeit, Blutdruck, Kreislauf, sowie die Funktion des Immunsystems und die Fruchtbarkeit.

Wie viel Jod wird in der Schwangerschaft benötigt?

Der tägliche Bedarf an Jod für einen normalen Erwachsenen liegt etwa bei 200 Mikrogramm pro Tag. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf jedoch an, vor allem weil das mütterliche Schilddrüsenhormon Thyroxin in einem hohen Maß mitverantwortlich bei der Zellteilung ist. Es steuert das Wachstum der Knochen und die Gehirnentwicklung des Embryos. Aus diesem Grund werden fast 50% mehr Schilddrüsenhormone produziert und der Bedarf an Jod steigt um 15% an auf 230 Mikrogramm pro Tag an. Ab der 10-12 SSW startet auch die Schilddrüse des Ungeborenen mit der Hormonproduktion. Während der Schwangerschaft werden die Jodreserven stark beansprucht, wer also das Kind plant, dem ist zu raten auch vor der Schwangerschaft den Jodspeicher schon aufzufüllen.

In den ersten drei Monaten, sind viele Schwangere von Übelkeit und Erbrechen betroffen und verlieren dadurch eine nicht unbedeutende Menge an Jod. Ist das der Fall, sollte man dringend seinen Jodverbrauch im Auge behalten. Bei schon bestehenden Schilddrüsenproblemen empfiehlt es sich, die Jodeinnahme mit dem Frauenarzt und einem zusätzlichen Spezialisten abzuklären, um eine reibungslose Schwangerschaft zu garantieren.

Wie kann sich Jodmangel in der Schwangerschaft äußern?

Jodmangel kann in schlimmen Fällen zu körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen beim Baby führen, da die Schilddrüsenhormone maßgeblich an der Gehirnentwicklung des Ungeborenen beteiligt sind. Auch schon geringer Jodmangel kann später  ein Intelligenzdefizit beim Kind zur Folge haben.

Bei der Mutter kann ein andauernder Jodmangel zur Bildung eines sogenannten „Kropfes“ führen. Hierbei vergrößert sich die Schilddrüse, womit der Körper versucht mehr Jod aus der Blutbahn zu bekommen, um den Mangel auszugleichen. Die Bildung eines Kropfes kann unproblematisch verlaufen, in vielen Fällen jedoch führt es zu Schluckbeschwerden, Atemnot oder langfristig sogar zu einer Überfunktion der Schilddrüse.

Mit welchen Lebensmitteln kann man den Jodbedarf unterstützen?

Oft reicht es nicht aus, den Jodbedarf in der Schwangerschaft nur über die Nahrungsmittel abzudecken. In vielen Kombi-Vitaminpräparaten für Schwangere  ist ebenfalls schon Jod beigefügt. Trotz allem ist es wichtig, jodhaltige Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzten, egal ob schwanger oder nicht.

Hier sind einige Lebensmittel, die einen hohen Jodanteil enthalten:

Jod in der Schwangerschaft

Salz: Leider sind gerade in Deutschland die Ackerböden sehr jodarm. Normales Speisesalz wird hierzulande oft jodiert, um eine Minimalversorgung mit diesem Spurenelement über die Nahrung zu gewährleisten. Salzwasser, und somit auch Meersalz, sind durch die Waschung aus Gesteinsschichten von Natur aus jodhaltig.

Fisch: Wie schon erwähnt, enthält Meerwasser Jod, folglich auch die Fische und Pflanzen die darin leben. Nicht nur Seefische, auch Algen, Garnelen und Muscheln enthalten relativ viel Jod. Denken sie aber daran, dass nicht alle Fischarten bzw. Zubereitungsarten in der Schwangerschaft erlaubt sind und einige Fische (vor allem Zuchtfische) eine hohe Pestizid- und Umweltbelastung aufweisen. Zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche können aber helfen den Jodhaushalt zu regulieren. Es gilt jedoch- Augen auf beim Fischkauf.

Eier und Milchprodukte: Der Jodgehalt dieser Lebensmittel, hängt stark davon ab, ob in den Futtermitteln der Tiere Jod enthalten ist. Wenn die Tiere fast ausschließlich mit Pflanzen gefüttert werden, welche kein Jod für ihr Wachstum benötigen, ist auch im Endprodukt dieses Tieres meist wenig Jod enthalten. Viele Viehbetriebe versetzten mittlerweile ihr Futter jedoch mit Jod, natürlich nach strengen Auflagen.In manchen Bäckereien lohnt es sich nachzufragen, ob die Backwaren mit jodiertem Speisesalz zubereitet werden.

Generell wird aufgrund des hohen Jodbedarfes in der Schwangerschaft, die Einnahme von Nahrungsergänzungstabletten empfohlen um die Jodreserven stabil zu halten und eine optimale Versorgung von Mutter und Kind in der Schwangerschaft zu gewährleisten.

Kleiner Tipp: Auch in der Stillzeit braucht die Mutter viel Jod für die Produktion der Muttermilch. Achten sie also auch nach der Geburt noch auf eine ausreichende Versorgung!


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