Heißhunger in der Schwangerschaft

Was tun bei Heißhunger in der Schwangerschaft

Heißhunger in der Schwangerschaft– besonders im ersten Trisemester haben schwangere Frauen immer wieder  Essensgelüste, bei manch einem beinhaltet das schräge Kombinationen, die einem normalerweise nicht einmal im Traum einfallen würden. Plötzlicher Hunger auf Essiggurke mit Nutella, Leberwurst mit Marmelade, Vanilleeis und anschließend den Rollmops hinterher… den Attacken sind kaum Grenzen gesetzt. Aber woher kommt der Heißhunger? Was will der Körper uns damit signalisieren, und vor allem- ist es ratsam den Gelüsten jederzeit nachzugeben?

Heißhunger in der Schwangerschaft – die Hormone sind schuld

Na zumindest größtenteils. Die Wissenschaft kann noch immer nicht alle Fragen zum Thema Heißhunger in  der Schwangerschaft klären, aber eine Theorie ist, dass der sich ändernde Hormonhaushalt maßgeblich daran beteiligt ist. Die entscheidende Rolle spielt das Hormon Beta- HCG ( Beta-Humanes-Choriongonadotropin), welches am Anfang einer Schwangerschaft von den äußeren Zellschichten der befruchteten Eizelle gebildet wird. Das löst auch bei vielen Frauen die Übelkeit in den ersten Monaten aus oder eben – die Heißhungerattacken.

Die sprunghaft steigende Konzentration dieses Hormons verändern nicht nur das Hungergefühl, sondern auch Speichel und Geruchssinn. Manche Dinge, die wir vorher gerne gerochen oder gegessen haben, erscheinen uns plötzlich zuwider, die Essensvorlieben wandeln sich. Ein weiteres beteiligtes Hormon ist Insulin, es reguliert im Körper den Zuckergehalt im Blut und sorgt dafür, dass die Glukose in alle Köperzellen gelangt. Durch die Umstellung des Stoffwechsels in der Schwangerschaft wird zusätzlich auch mehr Insulin produziert, da die Glukoseversorgung des Ungeborenen die mütterlichen Reserven schneller erschöpft. Als Folge fällt der Blutzuckerspiegel dadurch natürlich schneller  ab und verursacht ein plötzliches Heißhungergefühl.

Gerade bei schlanken Frauen beobachtet man dieses Phänomen vermehrt. Ist auch gar nicht so dumm- der Köper versucht Fettreserven anzulegen um die optimale Versorgung des Fötus zu garantieren. Leider weiß unser Körper nicht, dass heutzutage keine Hungersnot mehr droht und wir ihm jederzeit ausreichend Nahrung zuführen können. Auch der vermehrte Nährstoffbedarf des wachsenden Kindes  sendet das Signal an unser Gehirn, fleißig auf Nahrungssuche zu gehen und eventuelle Mängel auszugleichen.

Heißhunger in der Schwangerschaft – Nachgeben oder nicht?

Heißhunger in der Schwangerschaft

Weder noch . Zuerst einmal sollte man dafür sorgen, ausgewogen zu essen und alle benötigten Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ausreichender Form zu sich zu nehmen. Während der Schwangerschaft ist es nicht gut, übermäßig zu sündigen oder stark einseitig zu essen. Auf das richtige Maß  kommt es an. Ab und zu sollten sie ihre Gelüste ausleben und sie nicht dauerhaft unterdrücken, denn das kann zu Unzufriedenheit bei der Mutter führen  und wirkt sich auch nicht positiv auf ihr Kind aus. Achten sie darauf eine gesunde Grundlage zu schaffen, dann ist hier und da ein Griff in die Süßigkeitentüte auch nicht so dramatisch. Um den Heißhungerattacken vorzubeugen, essen sie mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag und bringen sie einen plötzlichen Abfall des Blutzuckerspiegels mit einem kleinen Snack wieder in Schwung. Obst eignet sich hier z.B. sehr gut.

Trockenfrüchte, ungesüßtes Popcorn oder Nüsse sind eine gute Alternative zu Nutella, Keksen und Chips. Es kann helfen sich selbst ein „Süßigkeitenlimit“ zu setzten, um sicher zu gehen das der Heißhunger in der Schwangerschaft nicht unkontrolliert aus dem Ruder laufen.  Grundsätzlich gilt, gerade am Anfang der Schwangerschaft nicht unbedingt die Menge des Essens zu steigern, sondern vor allem den Nährstoffgehalt.  Wer ein gesundes Maß einhält und sich grundsätzlich ausgewogen ernährt, der darf auch seinem inneren Schweinehund einfach mal nachgeben!

 

Categories: Ernährungsratgeber, Symptom Ratgeber

Leave a Reply