Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft

Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft

Man könnte denken, dass das Thema Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft schnell abgehandelt ist. Was soll man auch schon großartig beachten, außer das man genügend trinkt? Ganz so einfach ist es dann doch nicht und es gibt einige wichtige Tipps, die werdende Mütter berücksichtigen sollten- was genau und wie viel man trinken sollte, welche Getränke Beschwerden hervorrufen oder sogar lindern können.

Warum ausreichend Flüssigkeit so wichtig ist in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft, hat man einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, was daran liegt, dass auch das Kind zusätzlich Flüssigkeit benötigt für den eigenen Kreislauf, den Nährstofftransport und viele wichtige Stoffwechselprozesse. Das Blutvolumen im Körper der Mutter erhöht sich, ebenso wie der Wasserumsatz im gesamten Stoffwechsel. Wenn sich folglich also die Menge an Flüssigkeit im eigenen Körper erhöht, kann das ein Missverhältnis des Elektrolytehaushaltes zur Folge haben. Um dies zu vermeiden, müssen in der Zeit mehr Mineralien über die Nahrung und durch das Trinken aufgenommen werden.

Es kann Konsequenzen mit sich bringen, wenn man zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt während der Schwangerschaft. Das ist nicht immer allen Müttern bewusst. Ein Mangel kann sich sowohl Psychisch als auch physisch bemerkbar machen. Man wird nervös und leicht reizbar, neigt öfter zu Verstopfungen und fördert auch nicht das Wohlbefinden des Embryos.

Der zusätzliche Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft steigt in etwa genauso an, wie der Energiebedarf. Im Durchschnitt steigt er ca. um 300 ml an, vor allem im letzten Trimester, wo das Kind deutlich an Größe zunimmt. Man sollte mindestens 1,5-2 Liter am Tag trinken, besser ist aber etwas mehr.

Wie schaff ich die empfohlene Menge an Flüssigkeit?

Manchen Menschen fällt das trinken nicht schwer, andere hingegen haben Mühe auf das empfohlene Pensum zu kommen. Vielen Müttern hängt das Wasser trinken irgendwann zum Halse heraus, und auf viele seiner Lieblingsgetränke muss man leider sowieso verzichten. Eine gute Alternative sind hier Kräuter-oder Früchtetees und verdünnte Fruchtsäfte für den Geschmack. In einigen Bioläden und Apotheken gibt es auch spezielle Schwangerschaftstees zu kaufen, die auf die Bedürfnisse  von Mutter und Kind abgestimmt sind. Probieren sie aus, was ihnen am besten schmeckt. Den Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft zu decken fällt nicht allen leicht. Einigen Schwangeren fällt es leichter größere Flüssigkeitsmengen zwischen den Mahlzeiten zu sich zu nehmen, andere wiederum trinken gerne zu den Mahlzeiten 2-3 Gläser. Ein Getränk sollte immer bereit stehen und auch wenn sie länger unterwegs sind, denken sie daran etwas zu trinken einzustecken.

Die richtigen Getränke und wovon man besser die Finger lässt

Mineralwasser

Das wichtigste Getränk ist Mineralwasser, allerdings ist Wasser nicht gleich Wasser. Leitungswasser von guter Qualität ist zwar in Ordnung, enthält aber kaum die benötigten Mineralstoffe. Nicht umsonst hat „Mineralwasser“ seinen Namen. Der Mineralstoffgehalt im gekauften Wasser kann verschieden sein, und lässt sich den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schwangeren anpassen. Natriumhaltiges Wasser kann sich z.B. den Salzhaushalt positiv beeinflussen mit einer Ausnahme- Bluthochdruck. Schwangere mit Bluthochdruck sollten zu natriumarmen Wasser greifen (<20mg/l)  und auf sehr salzhaltige Speisen verzichten, da es den Bluthochdruck noch verstärken kann. Kalziumhaltiges Mineralwasser ist sehr gut für den Knochenbau des Babys und sollte bei mindestens 200mg pro Liter liegen. Studieren sie beim Einkauf also ruhig auch mal das Etikett von Wasserflaschen. Nimmt man vor allem magnesiumreiches Wasser sich, unterstützt es die Muskelfunktion und wirkt sich  vorbeugend gegen Muskelkrämpfe aus. Zusätzlich ist dieses Mineral enorm wichtig für viele Stoffwechselprozesse im Körper. Stilles Wasser sollte bevorzugt werden, da Kohlensäure das häufig vorhandene Sodbrennen noch verstärkt.

Tees und Kaffee

Flüssigkeitsbedarf in der SchwangerschaftEinige Kräutertees stehen unter Verdacht, schädliche Substanzen wie PAS (Pyrrolizidikaloide) zu enthalten. Achten sie also auf die Qualität dieser Tees und wechseln sie die Sorten regelmäßig ab. Mehr als 200 ml am Tag sollte man davon nicht konsumieren. Früchtetees enthalten diese Substanz nicht und können bedenkenlos getrunken werden. Von Tees die Süßholzwurzel enthalten (auch in Lakritz), ist es besser nicht mehr als 2 Tassen am Tag zu trinken, da sie im Verdacht steht vorzeitig Wehen auszulösen. Schwarztee enthält Koffein und Theobromin, was zwar nicht schädlich im eigentlichen Sinne ist, aber dieselbe  anregende Wirkungen auf Herz und Kreislauf beim Kind haben, wie bei der Mutter. Es wird dringend empfohlen den Konsum einzuschränken auf 1-2 Tassen am Tag. Gleiches gilt auch für Kaffee, was den Kaffeejunkies unter ihnen wohl gerade am Anfang schwer fallen wird. Wird Koffein in zu hohen Mengen konsumiert, kann es sich nachteilig auf das Wachstum und somit auf das Geburtsgewicht des Babys, als auch auf die Schwangerschaftssauer  auswirken! Das heißt auch Finger weg von Energiedrinks mit sehr hohem Koffeingehalt. Diese Getränke enthalten meistens auch noch weitere unerforschte und ungesunde Stoffe, die mit Risiken einhergehen können.

Chininhaltige Getränke

Experten sagen, dass das in z.B. Bitter Lemon und Tonis Water enthaltende Chinin gesundheitsschädlich für das Ungeborene ist. Deswegen sollten sie darauf während der Schwangerschaft besser verzichten.

Limonade und Erfrischungsgetränke

Solange man sich bewusst macht, dass Limonaden eine Menge Zucker und leere Kalorien enthalten, ist einem maßvollen Genuss nichts entgegen zu setzten. Bei Coca Cola, ist natürlich auf den Koffeingehalt zu achten.

Bei dem Flüssigkeitsbedarf in der Schwangerschaft versteht sich ein kompletter Verzicht auf alkoholische Getränke von selbst. Die Auswirkungen von Alkohol auf den Fötus sind weitreichend bekannt!

Grundsätzlich ist es am gesündesten, kalorienfreie oder-arme Getränke wie stilles Mineralwasser, Früchtetees und Saftschorlen zu trinken. Als morgendlicher Muntermacher sind 2 Tassen Kaffee, Grün- oder Schwarztee noch vertretbar, achten sie aber ihrem Kind zuliebe auf die Koffeinmengen.


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Categories: Ernährungsratgeber

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